Abschlüsse & Anschlüsse

Die Freie Interkulturelle Waldorfschule Berlin hat das Ziel, den individuellen Lebensweg jedes Kindes zu fördern, statt sich ausschließlich auf Abschlüsse zu konzentrieren. Sie unterstützt Schüler dabei, je nach ihren individuellen Fähigkeiten, Abschlüsse wie Hauptschulabschluss, MSA, Fachabitur oder Abitur zu erreichen.

Die Schule bietet auch praktischen Lebensunterricht und entwickelt seelische und geistige Fähigkeiten unabhängig von Abschlussanforderungen. Sie vermittelt zwischen Schülern und Gemeinschaft und begleitet sie über den Schulabschluss hinaus bis zum Ausbildungs- oder Studienplatz. Die Schule pflegt Beziehungen zur Wirtschaft und Kultur, ohne den Lehrinhalt und die Methode zu beeinflussen, sondern zeigt, wie eine frei orientierte Pädagogik Kräfte für Wirtschaft, Staat und Kultur bereitstellen kann. Sie betont die Bedeutung des Übergangs und des individuellen Lebenswegs über Abschlüsse hinaus, anstatt einen eigenen Abschluss anzustreben.

Staatliche Abschlüsse

Hauptschulabschluss

Waldorfschülern der Klassen 9-12, die ihre neunjährige Schulpflicht erfüllt haben und die Schule verlassen wollen, kann ein Hauptschulabschluss unter folgenden Voraussetzungen bestätigt werden:

  • Die Schule stellt neben dem Textzeugnis ein Notenzeugnis für alle Fächer aus.
  • Durch je eine benotete Klassenarbeit in Deutsch, Englisch und Mathematik muss die in diesen Fächern erteilte Note belegt werden.
  • Der Schüler muss aufgrund dieses Zeugnisses nach der Versetzungsordnung der Hauptschulen versetzt werden können.

Realschulabschluss (Mittlere Reife)

Die Waldorfschulen nehmen an der landeszentralen schriftlichen Prüfung der Realschulen teil. Sie umfasst die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik. In Englisch wird im zweiten Schulhalbjahr eine Kommunikationsprüfung durchgeführt. In den Fächern Geschichte, Biologie und Mathematik, bzw. Deutsch werden am Ende des Schuljahrs mündliche Prüfungen durchgeführt.

Die Prüfung hat bestanden, wer in allen Fächern zusammen mindestens 4,0 als Durchschnitt erreicht und kein „ungenügend“ (Note 6,0) hat.

Die Realschulabschlussprüfung wird am Ende der regulären Waldorfschulzeit in der 12. Klasse durchgeführt.

Fachhochschulreife

Die Waldorfschulen nehmen an der landeszentralen schriftlichen Prüfung der Realschulen teil. Sie umfasst die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik. In Englisch wird im zweiten Schulhalbjahr eine Kommunikationsprüfung durchgeführt. In den Fächern Geschichte, Biologie und Mathematik, bzw. Deutsch werden am Ende des Schuljahrs mündliche Prüfungen durchgeführt.

Die Prüfung hat bestanden, wer in allen Fächern zusammen mindestens 4,0 als Durchschnitt erreicht und kein „ungenügend“ (Note 6,0) hat.

Die Realschulabschlussprüfung wird am Ende der regulären Waldorfschulzeit in der 12. Klasse durchgeführt.

Abitur

Das Abitur der Waldorfschulen ist dem der Gymnasien gleichwertig. Das Prüfungsverfahren weist allerdings Unterschiede auf. Der wichtigste ist: Aus dem Unterricht der Klassen 12 und 13 werden keine Noten bzw. Punkte für die Prüfung gesammelt; die Leistungsbeurteilung ergibt sich nur aus der Endprüfung

Anschlüsse

Der Heranwachsende soll möglichst über den Schulabgang hinaus bis zum späteren Ausbildungs- oder Studienplatz begleitet werden. Zu diesem Zweck nimmt die Schule Kontakt zu ihrem wirtschaftlichen und kulturellen Umfeld auf, und bemüht sich dort aktiv um eine Wahrnehmung ihrer pädagogischen Leistung. Die Schüler entwickeln einen konkreten Begriff der Arbeit und gewinnen ein Bild von den wirtschaftlichen Verflechtungen, das ihnen hilft, später den eigenen Platz in der Gesellschaft zu bestimmen.